Eindeutschungsfähig?! Eine polnisch-deutsche Biografie im NS-Staat und in der jungen Bundesrepublik

von Roman Sobkowiak
115 Seiten
1. Auflage 2009
ISBN 978-3-932577-81-9 Pick It!
19,80 EUR

Roman Sobkowiak, während des Zweiten Weltkrieges aus Polen vertrieben und als „Eindeutschungsfähig” nach Deutschland gebracht, beschreibt in seinem Lebensbericht die nationalsozialistische Umsiedelungs- und Germanisierungspolitik aus der Perspektive eines ihrer Opfer. Seine Geschichte zeigt, wie rassistisch die NS-Umsiedelungsexperten in Osteuropa vorgingen, Menschen registrierten, klassifizierten, deportierten und viele von ihnen ermordeten. Alleine in Polen wurden etwa 800.000 Menschen Opfer von Zwangsumsiedlung und Vertreibung, nur rund 40.000 darunter wurden als „eindeutschungsfähig” eingestuft. Die tiefe Menschlichkeit, die aus Roman Sobkowiaks Schilderung seines Lebensweges und der Hindernisse und oftmals Schikanen, mit denen er in Deutschland konfrontiert wurde, spricht, ist etwas Besonderes. Sein Lebenslauf vom Vertrieben und Verfolgten im Dritten Reich bis zum Bürger der Bundesrepublik liefert ein beeindruckendes Zeugnis dafür, wie ein Mensch über alle historischen Zäsuren hinweg in diesem Land leben konnte. Dass er in Deutschland tatsächlich eine Heimat gefunden hat, steht am Ende einer Lebensgeschichte, die mit Vertreibung, Unterdrückung und Freiheitsverlust beginnt.

Eindeutschungsfähig?! Eine polnisch-deutsche Biografie im NS-Staat und in der jungen Bundesrepublik

 

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